10 Minuten.

Morgens nehme ich gerne, old-fashioned, eine oder mehrere Zeitungen in die Hand. Nachrichten bringen mich ins Leben. Jeden Morgen neu. Das schafft kein TV, Radio oder Smartphone. Nachhaltige News hole ich mir aus der Zeitung, genauer: den Zeitungen. Als Nachrichtenfreak brauche ich das. Ich muss das Papier spüren und die großen Seiten umblättern können. Genieße den Überblick. Zuweilen reiße ich wichtig erscheinende Artikel heraus. Nur wenige schneide ich sorgsam aus. Sie bleiben mir dann noch stärker im Bewusstsein als wenn ich sie, und vielleicht sogar nur oberflächlich, gelesen habe. Diese haben mich aufgewühlt oder ärgern mich. Manchmal bleibe ich an Bildern hängen.

Ich sammle Gedanken, Ideen, Persönlichkeiten, um zu verstehen, was war oder was geschehen ist. Oder was werden kann. Wie Dinge, Ereignisse oder Abläufe zu verstehen oder einzuordnen sind. Wenn ich mich im Spiegel beobachten würde, könnte ich sehen, dass ich häufig den Kopf schüttele. Weil ich etwas nicht verstehe. Ich von etwas zu wenig Kenntnis habe, um es einordnen zu können. Und dann beginne ich, den Artikel erneut zu lesen. Und bemerke, dass es nicht nur der Artikel ist, den mir schwerfällt zu begreifen. Vielmehr sind es die Zusammenhänge, die er beschreibt, mit denen ich mit jetzt sofort beschäftigen müsste, um alles zu verstehen.

Ist aber zuweilen so komplex oder komplex geschrieben, dass ich mir sage „was soll´s?“ und wende mich ab. Und gerade das ist ein Fehler.

Beschäftigen mit etwas, was schwer fällt, tut so häufig Not. Und das ist mühsam, manchmal quälend. fast immer zeitaufwändig. Die Resultate allerdings könnten sich sehen lassen und drücken sich so aus: Mehr Wissen, mehr Einblicke, mehr Macht, mehr Verständnis, mehr Empathie…

Also noch ein bisschen früher aufstehen? 10 Minuten reichen.

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